Petra Puffer , Theresa Dirtl & Boy

Was macht unseren Auhonig so besonders..

Die Au weist das ganze Jahr über ein kontinuierliches Angebot an Blüten auf und bietet außerdem eine hohe Vielfalt an unterschiedlichen Blumen und Sträuchern. Die Qualität von Stadthonig steht dem vom Lande in nichts nach. Honig ist eines der reinsten Lebensmittel überhaupt! Bienen saugen den Nektar aus frisch aufgeblühten Blüten. Die Blüte hat demnach kaum Zeit die Schadstoffe aus der Luft aufzunehmen. Außerdem verfügen Bienen über ein sehr effektives Filtersystem, sodass nur Stoffe in vernachlässigbaren Mengen im Honig zurückbleiben. Diese sind unkritisch zu betrachten. In der Stadt gibt es keine großflächige Pestizidanwendung und daher auch keine Rückstände im Honig. Dies kann ihn sogar qualitativ besser machen als reinen Sortenhonig vom Land.

 

Honig aus der Stadt

Die Luft auf dem Lande ist ja bekanntlich gesünder als in der Stadt. Das gilt allerdings nicht für den Honig. Im Geschmack kann Stadthonig sogar besser sein. Auch Schadstoffrückstände sollte man hier nur in geringen Mengen finden- auf diesem Gebiet ist der Honig mindestens genauso hochwertig wie Honig vom Land.

 

wir arbeiten ökologisch

Die ökologische Bienenhaltung definieren wir grundlegend auf dem Verständnis, dass ein Bienenvolk als ganzer Organismus betrachtet wird. Nur im Zusammenspiel aller Individuen kann ein Volk als ganzes überleben. Eigenschaften und Launen werden hier auf das ganze Volk übertragen. Wie andere Organismen, wie beispielsweise Hunde, können auch Völker ganz verschieden sein: Mein Bien kann die Eigenschaft haben, früh aufzustehen, jedoch im Wabenbau nicht immer das richtige Lot zu finden. Jede anfängliche Bienenhaltung mit einem neuen Volk stellt uns wieder vor neue Aufgaben, die durch das individuelle Verhalten des Biens geprägt werden. Gerade das macht die Bienenhaltung abwechslungsreich und spannend.

honigbienen-im-verbund-beim-wabenbau

Konventionelle Bienenhaltung

Die konventionelle Bienenhaltung lässt sich auch mit einer honigintensiven Bienenhaltung beschreiben. Die Geschichte der konventionellen Imkerei basiert auf der Maximierung der Honigernte. Dafür wurden die Bienen auf Sammeleifer gezüchtet und durch den Einsatz von Mittelwänden sowie speziellen Behausungskonzepten die Ernte des Honigs weiter nach oben getrieben. Aktuell ist es z.B. immer noch gang und gäbe, dass Königinnen die Flügel beschnitten werden, um sie am Ausfliegen zu hindern. Mit dieser Beschneidung hindert man die Bienen daran, ihren natürlichen Fortpflanzungstrieb ausleben zu dürfen. Durch das Abfliegen von Bienen würde sich dieser negativ auf die Honigernte auswirken.

königin

Kennzeichen einer ökologischen Bienenhaltung

Die Anwendung einer ökologischen Bienenhaltung ist eigene Überzeugung und spiegelt sich in jeder Handlung mit seinem Bienenvolk wieder. Man kann sie auf folgende Punkte herunterbrechen:

1. Überwintern auf eigenem Honig

Der Honig ist der Essenvorrat des Biens um über den Winter zu kommen. Neben Glucose und Fructose besteht er aus verschiedenen Vitaminen, Aminosäuren und Mineralstoffen. In der honigintensiven Imkerei wird der ganze Vorrat an Honig aus der Behausung entnommen und Zuckerwasser zugeführt. Dies soll den Honig als Wintervorrat ersetzen. Die enthaltende Saccharose kann zwar umgewandelt und eingelagert werden, jedoch gehen den Bienen alle zusätzlichen Inhaltsstoffe verloren. Die landen stattdessen bei uns auf dem Frühstücksbrot. Ökologische Konzepte sehen nur eine Ernte des Honig-Überschusses vor. Demnach wird nur so viel Honig geerntet, wie die Bienen an Überschuss produziert haben. Auf diese Weise haben alle etwas davon: Die Bienen müssen im Winter nicht auf ihren Honig verzichten und wir können den geernteten Überschuss an ca. 15 kg Honig im Jahr ebenfalls genießen.

2. Naturwabenbau

In der ökologischen Bienenhaltung dürfen Bienen selbstbestimmt bauen: Das Wabenwerk wird als integraler Bestandteil des „Bien“ angesehen, man kann es sogar als Skelett eines Bienenvolkes betrachten. Den Bienen wird keine Baustruktur aufgezwungen. So kann der Organismus seine Kommunikationsmöglichkeiten (z.B. durch Wabenvibration) voll ausschöpfen, weil es keine vorgegebenen Zellengrößen gibt. In der konventionellen Imkerei ist dies anders: Um den Bienen einen zeitlichen Vorschub zu geben, werden Mittelwände eingesetzt. Diese sind vorgefertigte Wachsplatten, die in die einzelnen Rähmchen einer Bienenbehausung einmontiert werden. Die Bienen bekommen auf diese Weise ein vorgegebenes Wabenwerk und können kein eigenes Skelett aufbauen.